Onine Stammtisch mit dem Thema "Zu Fuß in und um Germering"

Kein Aufschub für eine erneute Unterschriftensammlung

Abstimmung im Stadtrat zum Bebauungsplan "Germeringer Norden"

Klimademo in Germering

Es war ein voller Erfolg.

UNA CATENA UMANA in MASCHERA mit heißen Trommelrhythmen von SAMBAVARIA -

(nicht von Verdi)

Wer hätte gedacht, dass gut 100 wetterfeste Demonstranten dem Aufruf von GFF trotz des bescheidenen Wetters folgen? Aber der Verantwortliche (?) für heftige Regengüsse hatte ein Einsehen und drehte pünktlich den Hahn fast ab.

So konnte sich die maskierte Menschenkette ab 13 Uhr langsam aufbauen und bildete schließlich eine Schlange von der Landsbergerstraße bis in die Bahnunterführung, begleitet von den Rhythmen der Trommler auf dem Marktplatz vor der Stadtbibliothek. Die Polizei konnte entspannt zuschauen, wie sich Kleinkinder bis Grauhaarige an einer Schnur mit Hygieneabstand aufreihten, um die Germeringer auf die existentielle Klimakrise aufmerksam zu machen. Auch wenn Covid-19 z.Zt. die öffentlichen Diskussionen beherrscht, die Meldungen über den unerwartet rasant fortschreitenden Klimawandel erfolgen in immer kürzeren Abständen.

Die Realität der Kipp-Punkte (1), der weltweiten Migrationsbewegungen aufgrund der Klimaänderung (2) und der verfehlten Ziele der Convention on Biological Diversity (CBD) (3) wurde trotz der - offensichtlich leeren - Versprechen der Vergangenheit nicht verhindert.

Die am stärksten Betroffenen sind die, die am wenigsten an den Ursachen beteiligt waren.

Auch wenn es Viele aus Gesellschaft und Politik auf allen Ebenen nicht wahrhaben wollen, nicht die Freiwilligkeit sondern nur der äußere Druck durch die Pandemie haben für einen momentanen Rückgang der CO2-Emissionen gesorgt.

1) NASA Earth observatory

earthobservatory.nasa.gov/images/147083/another-intense-summer-of-fires-in-siberia,

www.nature.com/articles/s43247-020-0001-2

2) www.pik-potsdam.de/en/news/latest-news/climate-change-triggers-migration-2013-particularly-in-middle-income-and-agricultural-countries

3) www.cbd.int/gbo/

Germering wird "Sicherer Hafen"

Antrag im Stadtrat

Gemeinwohl-Ökonomie-Germering Eine neue Welt vor Ort beginnen

An den Anfang seines Vortrags stellte am 11. Mai 2019 Prof. Hans Joachim Schellnhuber beim GRÜNEN Energiekongress im Bayerischen Landtag den Satz “Wir befinden uns ohnehin im falschen Film...“, um damit mit wenigen Worten den Umgang mit unserem Planeten zu umschreiben.

Dieser, für die Zukunft untaugliche Umgang mit unserer Umwelt ist auch der Anlass für Pfarrer Dr. Michael Lorenz, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Ideen und Vorschläge für ein alternatives Wirtschafts - und Gesellschaftssystem vorzustellen – die GEMEINWOHL-ÖKONOMIE.

“Entscheidend ist, dass wir vom WISSEN zum HANDELN kommen ...“ ist dabei seine einleitende Forderung – mit Hinweis auf Christian Felber, der u.a zusammen mit mehreren Unternehmen in Österreich 2010 das Projekt GEMEINWOHL-ÖKONOMIE initiierte. Die Empfehlung Helmut Schmidts "Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen" gehört sicher nicht zu den Überzeugungen von Michael Lorenz.

“Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell, in dem das Wohl des Menschen und der Umwelt wieder zum obersten Ziel des Wirtschaftens werden. Sie umfasst damit die wirtschaftliche, die politische und die gesellschaftliche Ebene.

Sie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um ...“. (1)

Wie diese Werte im Unternehmensalltag gelebt werden können zeigt die Gemeinwohl-Matrix, um damit die Zusammenhänge der einzelnen Aspekte anschaulich darzustellen und beurteilbar zu machen.

“Die Gemeinwohl-Matrix bildet das Zielsystem der Gemeinwohl-Ökonomie ab und dient zugleich als Bezugssystem zur Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz“.

Als Beispiel vor Ort in Germering hat Michael Lorenz Frau Marion Wimmer, die Geschäftsführerin vom Ingenieurbüro J. Schneider eingeladen, damit sie von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung der Anforderungen berichtet (das Ingenieurbüro ist Mitglied im Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.).

Viele Fragen an Frau Wimmer und Michael Lorenz betrafen vor allem die Probleme bei der Umsetzung, da die z.Zt. herrschenden Randbedingungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Art noch jede Menge Hindernisse bereithalten.

(1) aus GEMEINWOHL-ÖKONOMIE, ECKPUNKTE und VISION und MISSION, GEMEINWOHL-ÖKONOMIE Bayern e.V..

https://bayern.ecogood.org

, web.ecogood.org

1000 Bäume für Germering

Antrag im Stadtrat

Klausur der Fraktion

Bereits im Juli hat sich die neue Stadratsfraktion im Rathaus zur Klausur getroffen. Dabei wurden die Schwerpunkte für das zweite Halbjahr 2020 gesetzt: 1000 neue Bäume in Germering in den nächsten drei Jahren (wie von der CSU im Wahlprogramm gefordert), Angebote für Jugendliche trotz Coronakrise, kein Sparen an Personal, Klima, Kultur und Sozialem trotz Steuereinbußen.

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Der neue Ortsvorstand

Unter strengen Corona Auflagen konnte eine Ortsversammlung abgehalten werden, bei der ein neuer Ortsvorstand gewählt wurde.

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Die neue Fraktion

Die Fraktion stellt sich vor.

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Radverkehrsanlagen

Mit großer Regelmäßigkeit geht es bei der Diskussion der Stadtentwicklung auch um den Radverkehr.

Dabei ist es vielleicht hilfreich, einige Begriffe, die dabei eine Rolle spielen, zumindest einmal gehört zu haben.

An oberster Stelle steht dabei natürlich die "Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)", die sich an  verschiedenen Stellen mit dem Fahrrad, dem Radverkehr und den damit verbundenen Radverkehrsanlagen auseinandersetzt - inhaltlich leider oft unbekannt.

Das ergänzende Dokument zur StVO ist die "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO)". Durch den Verweis in der VwV-StVO auf die "Empfehlungen für Radverkehrsanlagen" - z.Z. ERA2010 - der "Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V." (FGSV) erlangen diese  Empfehlungen unterschiedlich verbindliche Bedeutung - siehe VwV-StVO "Zu § 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge > Zu Absatz 4 Satz 2 > I. Allgemeines > 6.

Die ERA behandeln folgende Themen:

  • Radverkehrskonzept
  • Entwurfsgrundlagen
  • Führungsformen an innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen
  • Radverkehrsführung an Knotenpunkten
  • Überquerungsanlagen
  • Radverkehr in Erschließungsstraßen
  • Einbahnstraßen mit Radverkehr in Gegenrichtung
  • Radverkehr in Bereichen des Fußgängerverkehrs
  • Radverkehr an Landstraßen
  • Selbständig geführte Radwege
  • Bau und Betrieb von Radverkehrsanlagen
  • Wirkungskontrolle und Qualitätssicherung

Unter dem Titel:

So geht Verkehrswende –Infrastrukturelemente für den Radverkehr
kommentiert der Bundesvorstand des ADFC in Kap. 6.ff die verschiedenen Führungsformen des Radverkehrs.

Grüne Sozialpolitik in Zeiten der Coronakrise

Webinar mit MdB Beate Walter-Rosenheimer

 

Auch während der Corona-Pandemie ist es Beate Walter-Rosenheimer MdB sehr wichtig, mit den Menschen in ihrem Wahlkreis in Verbindung zu bleiben.

So lud sie am 29. April zu einem Webinar mit dem Titel „Grüne Sozialpolitik in Zeiten von Corona“ ein, an dem rund 30 Interessierte aus dem Wahlkreis und darüber hinaus teilnahmen.

Zunächst beschrieb Beate Walter-Rosenheimer Ihren Eindruck davon, wie mit der Situation umgegangen wird: „Wir sehen Menschen, die einsam zuhause sind und keinen Besuch bekommen können. Wir sehen Eltern, die mit Home Office und Kinderbetreuung, Homeschooling etc. enorm gefordert sind. Wir sehen aber auch Menschen, die sich um andere annehmen und helfen, wo es nur geht“. Das sind nur einige Beispiele aus dem Arbeitskreis von Beate Walter-Rosenheimer. Immer wieder treten Kreisverbände an sie heran und fragen nach Videokonferenzen, um sich auszutauschen. Dabei sind es auch die Frauen, die Beate Walter-Rosenheimer besonders ins Licht rücken will: „Corona wirkt wie ein Brennglas auf Alleinerziehende!“ Doch auch die Tatsache, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer und dass nun Hilfe bei häuslicher Gewalt noch schwieriger ist sind Probleme, die sich auftun.

Viele Fragen treten auf, wenn wir uns überlegen, wie es nach den Maßnahmen weitergehen könnte: Welche Formen der Betroffenheit gibt es? Wer ist jetzt von Teilhabe besonders ausgeschlossen? Wie entwickelt sich das Armutsrisiko? Wie wird uns das Gefühl der Unsicherheit gesellschaftlich verändern?

Bevor es in den Austausch ging, gab Christian Huber, Regionalmitarbeiter für den Landkreis Fürstenfeldbruck, Einblick in den Alltag einer Kita mit Notbetreuung.

„Als Erzieher kenne ich beide Seiten: Die der belasteten und teils überlasteten Eltern, jedoch auch die Seite der Erzieher und Erzieherinnen, die ihr Bestes geben, jedoch auch keine Wunder wirken können.“ Unser neugewählter Stadt- und Kreisrat erläuterte, dass es noch keine verlässlichen Studien gibt bzgl. der Ansteckungsgefahr, die von Kindern ausgeht. Das stellt aber im Kita-Alltag ein großes Problem dar, weil kleine Kinder keine großen Erwachsenen sind, die sich problemlos an Hygiene- und Abstandsregelungen halten können, weshalb das langsame Vorgehen beim „Hochfahren“ des Kita-Betriebs gerechtfertigt ist.

Zum Schluss fand ein angeregter Austausch statt, Fragen wurden beantwortet und Erfahrungen geteilt. „Ein großes Dankeschön an alle Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, sie leisten derzeit großartiges!“ schrieb eine Teilnehmerin in den für Anmerkungen vorgesehenen Chat. Das nächste Webinar, voraussichtlich am 19. Mai, beschäftigt sich mit den Problemlagen, die in Unterkünften für Geflüchtete im Zuge der Corona-Maßnahmen auftreten. Eine Einladung folgt.

Christian Huber

Internationale Wochen gegen Rassismus

Germering zeigt Gesicht, 20./21.03.2020

Rassistische und antisemitische Anschläge wie jüngst in Hanau oder Halle machen klar:

Wir alle müssen Gesicht zeigen im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.

Auch wir in Germering.

Auch bei uns werden Menschen bewusst oder unbewusst ausgegrenzt. Auch bei uns treffen sie abschätzige Blicke im Bus, unbedachte Kommentare oder flache Witze. Auch bei uns erschwert ihnen ein ungewöhnlich klingender Name möglicherweise die Wohnungs- oder Jobsuche.

Die Zeitschrift "BISS" (Bürger in sozialen Schwierigkeiten, Ausgabe März 2020) befasst sich in verschiedenen Interviews mit Betroffenen gerade mit diesem Thema.

>> STIFTUNG für die internationalen Wochen GEGEN RASSISMUS <<

Wahlprüfstein BI Kreuzlinger Feld

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März 2020 bat die Bürgerinitiative "LEBENSWERTES GERMERING" die örtlichen Parteien um die Beantwortung mehrerer Fragen zur Bebauung des "Kreuzlinger Felds".

1.Was wäre Ihnen bei der Erstellung eines Verkehrsentwicklungsplans wichtig?

2.Wie könnte man mit innovativen Konzepten für die Bebauung des Kreuzlinger Felds Germering bereichern?

3.Im vorliegenden Verkehrsgutachten wurde lediglich die Frage behandelt, ob die vorhandenen Straßen das Mehraufkommen von Autoverkehr, der durch die zukünftigen Bewohner des “Kreuzlinger Feldes” entsteht, aufnehmen kann. Nicht betrachtet wurde der Radverkehr, der öffentliche Nahverkehr, die Schulwegsicherheit unserer Kinder und die Verträglichkeit für die jetzigen Anwohner. Wie gestalten Sie diesen Stadtteil und die umliegenden Straßen so zukunftsorientiert, dass die Belange aller Beteiligten berücksichtigt werden?

4.Die Nachfrage nach Wohnraum in Germering wird voraussichtlich mit der Bebauung des “Kreuzlinger Feldes” nicht nachhaltig befriedigt werden können, so dass es nicht annähernd zu einer Sättigung des Marktes kommen wird. Was kommt nach Ihrer Ansicht nach dem Kreuzlinger Feld? Wie viele Einwohner wünschen Sie sich für Germering im Jahr 2025?

5.Welche zukunftsweisenden Vorschläge haben Sie, um den Folgen des Klimawandels bei der Bebauung des Kreuzlinger Felds zu begegnen?

Nachfolgend die Antwort der GRÜNEN Germering:

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Sichere Häfen? Humane Asylpolitik – Ein Gewinn für alle!

MdB Beate Walter-Rosenheimer und MdL Gülseren Demirel

Das Thema Flucht, Migration und vor allem Integration beschäftigt die Politik auf allen Ebenen. Immer wieder ist von Städten die Rede, die „sichere Häfen“ werden wollen. Außerdem sind dabei: OB-Kandidatin Agnes Dürr, Landratskandidat Jan Halbauer und Stadtrats- und Kreistagskandidat Christian Huber 

Wieder finden viele Interessierte den Weg ins Nachtasyl der Stadthalle in Germering, das fast bis auf den letzten Platz besetzt ist.

Ralph Rückerl begrüßt die so zahlreich Erschienenen und stellt die Vortragenden MdB Beate Walter-Rosenheimer, MdL Gülseren Demirel und Kreistagskandidat Christian Huber sowie Agnes Dürr, die Kandidatin des OV Germering für das Amt des Oberbürgermeisters und  Jan Halbauer, der bei der bevorstehenden Kommunalwahl als Landratskandidat der Kreis-GRÜNEN antritt,kurz vor.

Die Runde eröffnet Agnes mit ihren Schwerpunkten zum Thema Asyl, Migration und sozialem Miteinander. Jan Halbauer betont die Bedeutung von Humanität und Solidarität für die Bewältigung der Probleme im Umfeld von Asyl und Migration. 

Mit den mitgebrachten Zahlen und einem Faktencheck rückt Beate die Welt von Krieg, Flucht und Vertreibung wieder in die richtigen Relationen - beginnend mit 70 Millionen Menschen, die laut UNHCR weltweit wegen Krieg, Gewalt, Hunger, Dürre, Naturkatastrophen und vielen weiteren Ursachen auf der Flucht sind. 41 Millionen davon sind Binnenvertriebene, die keine Landesgrenzen überschreiten.  Mit 11,6 Aufgenommenen pro 1000 Einwohnern liegt Deutschland weit hinter dem Libanon mit 164. Und diese 11,6 bringen das Land offensichtlich schon an seine Belastungsgrenze. Europaweit liegt Schweden mit 24 an der Spitze. Die Wirklichkeit, die hinter diesen Zahlen steht kann man nur ansatzweise erahnen, wenn man sie mit den Bildern ergänzt, wie sie fast täglich über die Bildschirme flimmern.

Diese Dramen greift Gülseren Demirel auf, wenn sie von ihrem Besuch im November auf Lesbos berichtet. Bei dem, was sie da gesehen und erlebt hat, wenn das UNHCR nicht mehr helfen kann und die Vernunft versagt hat, bleibt letztendlich nur der Zweifel: Ist das Europa?

Von unglaublichen Schicksalen im eigenen Landkreis kann Christian Huber berichten, der von 2015 bis letztes Jahr hauptberuflich junge Flüchtlinge im Rahmen der stationären Jugendhilfe betreut hat. Sein junger Afghane, den er Ali nennt, der in Wirklichkeit natürlich nicht Ali heißt, kam 2015, als die Willkommenskultur ihren Höhepunkt hatte, mit seiner älteren Schwester und deren Mann, als junger Volljähriger nach Deutschland. Die Leidensgeschichte, die Christian vor den Zuhörern ausbreitet, läßt nur einen Schluß zu: von den christlich-abendländischen Werten, die so gerne und oft bemüht werden, spürt man bei solchen Katastrophen nichts. Die reichen Länder, die mitverantwortlich für Teile der Fluchtursachen waren und sind, versagen kläglich.

Die anschließende Diskussion bestätigt mit den Erlebnissen der engagiert arbeitenden, freiwilligen Helfer, was vorher so wirklichkeitsnah geschildert wurde. Die notwendigen Maßnahmen und die Forderungen, um diese untragbaren Zustände zumindest ein wenig zu verbessern, reichen von der Einhaltung der Pariser Klimaziele über eine menschengerechte Asylpolitik bis zur Verabschiedung eines echten Einwanderungsgesetzes und der Beendigung der Abschottungspolitik.

Wohin mit dem Verkehr?

MdL Dr. Markus Büchler

Seit 2018 gehört Dr. Markus Büchler als Abgeordneter dem Bayerischen Landtag an und ist für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sprecher für Mobilität.  

Das Nachtasyl der Germeringer Stadthalle war gut gefüllt, als Gerhard Blahusch Markus Büchler und alle Anwesenden herzlich begrüßt. Wer er (G. Blahusch) ist, kann man auf dem ausliegenden Flyer der GRÜNEN Kanditat*innen auf Platz 8 nachlesen.

Mit einem "Erfahrungsbericht" - er fährt täglich von Germering nach München in die Arbeit - über die auf seinem Weg anzutreffende Anti Rad-Plakatierung der Münchner CSU leitet er über in den Vortrag von Markus. Markus wohnt in Oberschleißheim und vermutet, dass die Verkehrssituation in Germering wohl ähnlich sein dürfte wie in seinem Heimatort - stark verbesserungsbedürftig. Sein Auftaktbild zeigt die drei Schwerpunkte der landesweiten Infrastrukturpolitik: 1. Straßen 2. Straßen 3. Straßen. Der anschließende Vergleich der Bahninvestitionen von Österreich und der Schweiz mit Deutschland ergibt ein desaströses Bild der kaputt gesparten bundesrepublikanischen Bahninfrastruktur.

In anregender und aufklärender Art führt er durch die aus seiner Sicht notwendigen Maßnahmen und Alternativen, um den kollabierenden Verkehr auf ein für alle Verkehrsteilnehmer erträgliches Maß umzugestalten.

Weniger Auto und mehr Fahrrad - Beispiele sind Kopenhagen, Wien und Amsterdam - sind unumgänglich. Dazu bedarf es aber einer neu zu denkenden Mobilitätsvorstellung aller planenden und ausführenden Institutionen und großer Investitionen. Aber auch die Verkehrsteilnehmer selbst müssen umdenken.

Die anschließende Diskussion dauerte genauso lange wie der Vortrag und die vorgebrachten Beispiele für den ruhenden und rollenden Verkehr bestätigten die vorher gehörten, unhaltbaren Zustände - besonders  in den wachsenden Zentren und deren Umland.

Dank an Markus für den gelungenen Abend.