09.09.2010

Laufzeitverlängerung der AKW

In einer Presseerklärung haben die Germeringer GRÜNEN zu der von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung für AKW Stellung genommen und ihre Teilnahme an den lokalen Anti-Atom-Demonstrationen am 17. September in Gilching und am 9. Oktober in Münchenangekündigt. Die Germeringer GRÜNEN sehen in der am letzten Wochenende von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ein Risiko für Germering und den Landkreis Fürstenfeldbruck.

Wie der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung vom Montag, den 6.9, zu entnehmen war, plant die Bundesregierung, auch die ältesten und störanfälligsten Atomreaktoren länger laufen zu lassen als im Gesetz derzeit vorgesehen. Dabei will die Bundesregierung anscheinend auf weitergehende Vorgaben für sicherheitsrelevante Nachrüstungen verzichten. Da das Kraftwerk Isar I zu diesen Uralt-Reaktoren gehört, heißt die Entscheidung für unsere Region, noch fast neun Jahre in einer Entfernung von weniger als 90 km von einem Atomkraftwerk mit alternden Rohrsystemen und suboptimalen Sicherheitssystemen leben zu müssen, welches gegen Flugzeugabstürze und terroristische Attentate ungenügend geschützt ist. Das stellt für den Fall eines atomaren Unfalls eine sehr beunruhigende Nähe dar.

Der an der Entscheidung beteiligte bayerische Ministerpräsident Seehofer sollte sich angesichts der steigenden Atommüllmenge darüber bewusst sein, dass ein atomares Endlager auch in Bayern angesiedelt werden könnte, was im Lichte der aktuell diskutierten Risiken einer Endlagerung in Salzstöcken, wie Gorleben oder Asse, durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen liegt. Dies ist auch in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch 8.9 dargestellt. Frankreichs Endlager für hochradioaktiven Müll ist jedenfalls in den Tonschichten Lothringens geplant.  Dass sich Bayerns Bürger nicht mit Gewerbesteuern für ein etwaiges Endlager in den Tonschichten bei Ulm oder gar im Landkreis Fürstenfeldbruck trösten lassen werden, ist sicher. Der Unmut gegenüber dieser Politik des Risikos und der Unsicherheit nimmt zu und bereits in den kommenden Wochen wird unsere Region den Bürgerprotest erfahren, so bei den Anti-Atom Demonstrationen am 17. September in Gilching und am 9. Oktober in München.



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