14.03.2011

Presseerklärung der Germeringer GRÜNEN zur Katastrophe in Japan

Zutiefst betroffen über die Opfer des Erdbebens in Japan ist auch der Ortsverband der GRÜNEN in Germering. Wir alle hoffen auf schnelle Hilfe für die Betroffenen. Doch unabhängig von dem Schrecken dieser Naturkatastrophe haben uns die jüngsten Vorkommnissen im Nordosten Japans auch gezeigt, dass es mit Kernenergie keine Sicherheit geben kann. Wenn hierfür noch ein letzter Beweis nötig war, so ist dieser mit dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima erbracht.

Das grundsätzliche Risiko eines ähnlichen Unfalls gibt es auch hier in Deutschland. Erdbeben, menschliches Versagen, Terrorangriffe, Flugzeugabstürze sind oft diskutierte Risikofaktoren für Atomkraftwerke. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass das größte Risiko immer im Unbekannten und nicht Vorhergesehenen liegt. Germering ist weniger als 90 Kilometer von Isar I entfernt, einem Atomreaktor mit vergleichbarem Alter und von vergleichbarem Typ wie das Unglückskraftwerk Fukushima I. Über die Beteiligung an der Strom Germering GmbH ist unsere Stadt geschäftlich mit dem Betreiber des Atomkraftwerks Isar I verbunden. Vielleicht sollte diese Verbindung neu überdacht werden, solange die bayerischen Uraltreaktoren am Netz sind.

Ralph Rückerl
Sprecher des Ortsverbandes Bündnis 90 / DIE GRÜNEN in Germering

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URL:https://www.gruene-germering.de/archiv/aeltere-pressemitteilungen/expand/810781/nc/1/dn/1/