31.10.2011

Freiham - was entsteht da eigentlich?

Freiham – was entsteht denn da? So lautete der Titel des Informationsabends, den die Germeringer GRÜNEN am 24. Oktober in der Stadthalle veranstalteten. Das Interesse an der Antwort auf diese Frage war groß. Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich von dem grünen Münchner Stadtrat Boris Schwartz den aktuellen Planungsstand von Freiham-Nord detailliert erläutern zu lassen. Er und sein Kollege Sigi Benker, Fraktionsvorsitzender der Münchner Stadtgrünen, hatten anschließend eine Fülle an Fragen zu beantworten, bei der nahezu kein Themenfeld ausgespart wurde.

Mehrere Zuhörer äußerten ihre Sorge, dass der Zuzug von 20.000 Menschen zu erheblichen Problemen vor allem in den Bereichen Verkehr, Schulen und Freizeiteinrichtungen führen könne.

Kritik erntete beispielsweise das Verkehrskonzept, denn außer einer neuen Trambahnlinie, die zwischen Freiham und Pasing fahren wird, sind keine weiteren verkehrlichen Erschließungsmaßnahmen geplant. Laut einem Verkehrsgutachten werden die vorhandenen Verkehrsanbindungen den zusätzlichen Verkehr bewältigen können, was jedoch in mehreren Wortmeldungen bezweifelt wurde und auf die jetzt schon vorhandenen langen Staus auf der Bodenseestraße und die in der Hauptverkehrszeit überfüllten S-Bahnen hingewiesen wurde.

Auch drängten mehrere Zuhörer darauf, dass mit dem Bau der geplanten Schulen möglichst früh begonnen werden sollte, da die weiterführenden Schulen in Germering völlig überlastet sind und keine weiteren Schüler aus der Region aufnehmen können.

Nachgehakt wurde auch bei den Themen Kulturzentrum und Freizeiteinrichtungen. Ein „Konkurrenzbau" zur Germeringer Stadthalle soll offenbar nicht entstehen, diese könnte im Gegenteil von Freiham-Nord profitieren und zusätzliche Besucher anlocken, wie Stadträtin Ingeborg Keil anmerkte. Die Stadträtin Barbara Hagmann befürchtet Probleme bei steigenden Besucherzahlen am Germeringer See, da das Wasser in den Sommermonaten immer wieder umzukippen droht und nicht noch mehr Badegäste verkraftet. In diesem Zusammenhang wies Boris Schwartz auf den künftigen Landschaftspark hin, der entlang der A99-West geplant wird und Naherholungsmöglichkeiten bieten soll.



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