12.04.2013

Einladung zum Filmabend: WATER MAKES MONEY

Gleich zweimal laden die Grünen im Bayerischen Landtag zur Vorführung des Films WATER MAKES MONEY, der am 22. April um 20.15 Uhr in der Germeringer Stadthalle und am 23. April um 20 Uhr im Olchinger KOM gezeigt wird.

Aktueller Anlass ist eine umstrittene EU-Richtlinie, mit der die Privatisierung der Wasserversorgung auf indirektem Weg droht. Derzeit laufen dazu in Brüssel noch die Beratungen. Zudem gibt es eine europaweite Protest- und Unterschriften-Aktion, die sich gegen die Privatisierung der Wasserversorgung einsetzt.

Der Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion, Dr. Martin Runge, wird eine Einführung zu dem Thema Erhalt der kommunalen Trinkwasserversorgung geben und zu einer anschließenden Diskussion zur Verfügung stehen. Seine Position: Wasser ist nicht verhandelbar, es gehört uns allen.

Der Dokumentarfilm WATER MAKES MONEY hat vor allem für die umfangreichen Recherchen viel Lob erhalten. Anhand von Beispielen – auch aus Deutschland – zeigt er auf, was passiert, wenn unser Wasser den Geschäftsinteressen privater Konzerne unterworfen wird. Überall, wo finanzschwache Kommunen nach Entlastung suchen, stehen die zwei weltgrößten Wasserkonzerne Veolia oder Suez vor der Tür. Gemeinsam bilden sie eine undurchsichtige Macht, die etwa in Frankreich bereits 80 Prozent der Bevölkerung mit Wasser versorgt. Die Folgen sind rasant gestiegene Verbraucherpreise und gesunkene Wasserqualität. Der Film dokumentiert die Intransparenz des Marktes und die korrupten Methoden, mit denen sich Gemeinden ihr Wasser abhandeln lassen. Gewinne fließen an die Aktionäre, unternehmerische Risiken zahlen die Steuerzahler.

Die Brisanz von WATER MAKES MONEY zeigt sich auch darin, dass der Wasserversorgungskonzern Veolia einen Strafprozess gegen die Filmemacher angestrengt hat. Ende März erging in Paris das Urteil, in welchem das Gericht die Klage Veolias in der Hauptsache abwies. Die Internet-Domain des Filmteams ist derzeit nicht mehr erreichbar, da die Website seit Wochen hochprofessionell angegriffen wird und inzwischen komplett zerstört ist. Unklar ist, wann sie wieder verfügbar sein wird. Cui bono (wem nützt es)? Das Filmteam findet diese Frage nicht unangebracht.



zurück

URL:https://www.gruene-germering.de/archiv/aeltere-pressemitteilungen/expand/810802/nc/1/dn/1/